Ich glaube, ich habe noch nie so viele Erdbeeren gegessen wie in diesem Jahr. Beinah jeden Tag ist ein 500 g Körbchen in meinem Fahrradkorb gelandet, wenn ich zum Garten geradelt bin. Einige wanderten noch ungewaschen in meinem Mund, andere ins Müsli oder auf Pancakes. Auch im Smoothie, im Eis und im Salat hab ich dir roten Früchtchen untergebracht, die mir dieses Jahr irgendwie noch besser geschmeckt haben, als in den Jahren zuvor. Ich kann es gar nicht erklären, denn gemocht hab ich sie schon immer. Aber so einen unbändigen Drang habe ich noch nicht erlebt.         

Leider hat das viele Regenwetter einigen Freiland-Erdbeerbauern die Saison verkürzt, denn die Früchte saugen das Regenwasser auf und beginnen schon kurz nach der Ernte zu schimmeln. Oft sind sie auch einfach nur weich und angedätscht. Und genau dann sind sie perfekt für mein Erdbeer-Rhabarber-Crumble mit Kokos, das komplett vegan daherkommt.

Meine Portion reicht für Zwei, wenn man es schon morgens zubereitet, nur für einen, denn es kann gleichzeitig Frühstück, Kuchen und Late-Night-Snack sein. Um genau zu sein, man kann es eigentlich zu jeder Tages und Nachtzeit essen. Es lässt sich toll vorbereiten und natürlich je nach Saison auch herrlich mit anderen Früchten zubereiten. Bald sind die ersten Johannisbeeren in meinem Garten reif und dann werde ich es mit Aprikosen & schwarzen Johannisbeeren testen.

Erdbeer Rhabarber Crumble mit Kokos

Zubereitungszeit 15 Minuten
Backzeit 30 Minuten
Gericht Nachspeise
Portionen 2 Portionen

Zutaten
  

  • 2 Stangen Rhabarber
  • 300 g Erdbeeren
  • ½ Zitronensaft
  • 6 EL Agavendicksaft
  • 3 EL Haferflocken
  • 3 EL Kokosflocken
  • 3 EL Dinkelmehl Type 603
  • 100 g Margarine z. B. Alsan (selbstverständlich geht es auch mit Butter)
  • 100 g aufschlagbare Sojasahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif

Anleitungen
 

  • Rhabarber waschen und die Fäden / Haut abziehen. Dann in 1 cm große Stück schneiden. Erdbeeren im Wasserbad kurz waschen und vom grünen Hut befreien. Ebenfalls 1-2 cm groß würfeln. In einer Auflaufform mischen, mit dem Saft einer halben Zitrone und 2 EL Agavendicksaft mischen. Für die Crumble Agavendicksaft, Haferflocken, Kokosflocken, Mehl und Margarine mit den Fingern fein zerkrümeln und mischen. Wer möchte, kann auch noch etwas Zimt untermischen. Der Teig sollte schön feucht sein und sich gut krümeln lassen. Ggf. noch etwas von der ein oder anderen Zutat untermischen, bis die Konsistenz perfekt ist. Locker über dem Obst verteilen und ca. 20-30 Minuten auf 180 °C backen.
  • Die Sojasahne mit dem Sahnesteif anschlagen, ich finde zu dem Crumble passt eine noch leicht flüssige Sahne am besten. Zum Servieren das Crumble noch mit einigen Kokosflocken bestreuen.
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