Salbei-Nudeln

Ich hab lange überlegt, mit welchem Rezept ich diesen Blog starten soll, der mir schon seit langer Zeit im Kopf herumspukt. Und nun ja, es sollte nicht zu simple sein, à la „Nudeln machen, ist auch kochen“! Aber dann hab ich mir gedacht: Nudeln machen, ist tatsächlich kochen und eins meiner absoluten Lieblingsrezepte ausgewählt. Ich möchte dir nämlich in diesem Beitrag zeigen, wie einfach es ist, Ravioli selbst zu machen und wie köstlich diese schmecken. Die Ravioli fülle ich mit Spinat und Ricotta und dazu gibt es eine Tomaten-Salbeibutter.

Warum ich gerne Ravioli selbstmache

Ich finde, dass selbstgemachte und vor allem gefüllte Nudeln einfach so lecker schmecken. Das kann man niemals mit Nudeln aus dem Supermarkt oder Kühlregal vergleichen. Die Pasta ist bissfest, genau richtig gewürzt und ein „schickes“ Essen. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass man sie besonders gut zusammen mit Freunden kochen kann. Die Pastamaschine mit Handkurbel muss betrieben werden und das ist in Teamarbeit viel einfacher.

Wie selbstgemachte Ravioli lagern?

Tatsächlich ist es so, dass ich schon häufig Ravioli vorbereitet und erst später gekocht habe. Manchmal sogar am Vortag und häufig ein paar Stunden im Voraus. Es ist deshalb ohne Probleme möglich, die Ravioli zu lagern. Der Trick besteht darin, das man die fertig gefüllten Nudeln auf ein Küchenhandtuch legt, das mit Grieß bestreut ist. Ich nehme dazu Hartweizengrieß. Niemals darf man die selber gemachten Ravioli oder andere Nudeln auf Mehl lagern. Durch das Aufbewahren auf Grieß kleben die Nudeln nicht fest und der Grieß fällt beim Kochen einfach im Wasser ab und sinkt auf den Topfboden. Mehl hingegen klebt auf der Nudeloberfläche fest und muss so mitgegessen werden. Die fertig gefüllten Nudeln, stelle ich kühl, da reichen schon 10-15 Grad, wenn es nur für ein paar Stunden ist. Wenn man die Nudeln länger aufhebt, empfehle ich, sie im Kühlschrank zu lagern.

Wie lange sind selbstgemachte Ravioli haltbar?

Hier kommt es ein wenig darauf an, wie du deine Nudeln zubereitest. Ein Teig mit Ei ist nicht ganz so lange haltbar, wie ein reiner Hartweizenteig. Ich würde Nudeln, die zwar fertig gefüllt, aber noch nicht gekocht sind nur 1 Tag also 24 h aufbewahren. Du kannst die Nudeln allerdings vorkochen und einfrieren, dann sind sie lange haltbar und schmecken durch 2-minütiges Sieden in heißem Wasser wieder wie frisch gemacht.

Wie friere ich selbstgemachte Ravioli ein?

Wenn man sich schon die Arbeit macht, Nudeln selbst zu machen und zu füllen, darf es gerne auch mal eine größere Portion sein. Und ich selbst bin großer Fan davon, Sachen einzufrieren und dann an einem regnerischen Sonntag wieder zu servieren. Die Ravioli haben etwa eine Kochzeit von 5 Minuten, maximal 8 Minuten bei dickem Teig. Ich empfehle dir, die gefüllte Pasta ca. 4 Minuten zu kochen und dann sehr gut abtropfen zu lassen. Je großflächiger die Nudeln abtropfen und abkühlen können, umso weniger kleben sie zusammen. Du kannst die großen Nudeln z.B. auch auf einem Kuchengitter abtropfen lassen. Dann ist es wichtig, dass du die Nudeln in den richtigen Portionen – also für 1 Portion, für 2 Portionen etc. einfrierst. Nach kurzem Auftauen müssen sie so nur für 5 bis 6 Minuten wieder in siedendes Wasser. Zum Einfireren nutze ich stabile Dosen aus Plastik oder Glas und in der größten Not auch mal ein Plastiktüte.

Das brauchst du, um Ravioli selbst zu machen:

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Selbstgemachte Ravioli mit Salbeibutter
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Portionen
Portionen
Zutaten
Teig
  • 450 g Hartweizengrieß
  • 150 g Mehl Type 00
  • 2 kleine Eier (Bio)
  • 100 ml Wasser (eventuell etwas mehr)
Füllung
  • Muskatnuss
  • Salz & Pfeffer
  • 500 g Ricotta
  • 60 g Gouda gerieben
  • 1 rote Zwiebel
  • 200 g TK-Rahmspinat
  • 1 TL Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Butter
  • 4 Zweige frischer Salbei
  • 250 g Cocktailtomaten optional
  • 80 g Parmesan optional
Portionen
Portionen
Zutaten
Teig
  • 450 g Hartweizengrieß
  • 150 g Mehl Type 00
  • 2 kleine Eier (Bio)
  • 100 ml Wasser (eventuell etwas mehr)
Füllung
  • Muskatnuss
  • Salz & Pfeffer
  • 500 g Ricotta
  • 60 g Gouda gerieben
  • 1 rote Zwiebel
  • 200 g TK-Rahmspinat
  • 1 TL Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Butter
  • 4 Zweige frischer Salbei
  • 250 g Cocktailtomaten optional
  • 80 g Parmesan optional
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Anleitungen
Pastateig
  1. Alle Teigzutaten sollte geknetet werden, am besten natürlich in einer Küchenmaschine, wahlweise auch mit dem Handrührgerät oder für ganz Fleißige, mit den Händen. Die Konsistenz sollte etwas fester als Hefeteig aber trockener sein und auf keinen Fall mehr an den Händen kleben. Die kleinen Grieskörner, die noch zu fühlen sind, werden später in der Nudelmaschine verschwinden. Dann den Teig zu einem großen Ball formen und luftdicht verpacken. Optimal ist eine Ruhezeit von 2-3 Stunden im Kühlschrank.
Füllung
  1. Die rote Zwiebel schälen und fein würfeln. In einem kleinen Topf die Butter zerlassen und die Zwiebel darin andünsten. Den Spinat zugeben und alles mischen, bis der Spinat komplette aufgetaut ist. Den Spinat abkühlen lassen. Inzwischen Ricotta, Gouda, Salz, Pfeffer und Muskat mischen. Den abgekühlten Spinat zugeben und die Mischung sehr pikant abschmecken.
Nudeln ausrollen und füllen
  1. Wenn die Helferlein da sind, kann es losgehen. Den Nudelteig portionieren und in etwa kiwigroßen Stücken durch die Nudelmaschine drehen. Dass der Teig bei den ersten 2-3 Durchgängen noch sehr sehr bröckelig ist, ist ganz normal. Wichtig ist, die Teigbahn immer wieder zu falten und abwechselnd längs und quer in der Maschine zu drehen. Nach etwa acht Durchgängen auf der größten Stufe, kann man zur nächstkleineren wechseln. Hier muss man einfach auf sein Gefühl hören. Immer wenn der Teig schön geschmeidig ist, kann man zur nächsten Stufe wechseln. Es sind also 20-30 Durchgänge erforderlich, bis ihr die perfekte Nudelplatte habt. Diese gilt es jetzt ohne Falten abzulegen. Wichtig ist auch, dass man den Teig später leicht wieder von der Unterlage lösen kann. In der Not habe ich die Erfahrung gemacht, dass dies am besten auf einer aufgeschnittenen Brottüte vom Bäcker funktioniert. (Ja, zu Ingeborgs Leidwesen, darf bei mir selbst eine alte Brottüte nicht ohne zweimalige Wiederverwendung weggeworfen werden).
  2. Für das Füllen ist akkurate Akribie erforderlich, deswegen besorgt ihr euch dafür möglichst eine Ingeborg, am besten so eine, wie ich sie hab. Jede fertige Nudel sollte etwa 1 TL Füllung enthalten. Die zweite Nudelplatte genauso herstellen wie die erste und dann auflegen. Wichtig ist es, die Seiten und Zwischenräume fest zuzudrücken. Zum Schneiden eignet sich ein Pizzaschneider oder auch ein spezieller Nudelteigschneider, wenn man denn einen hat. Zur Not tuts auch ein Messer. Das Nudelkochwasser für selbstgemachte Nudeln, sollte nicht sprudelnd kochen, sonst ist die Gefahr zu groß, dass die einzelnen Nudeln auseinander fallen. Lieber einmal aufkochen, salzen und dann zurück drehen. Die Nudel brauchen zwischen 5-8 Minuten, je nachdem wie dick ihr den Teig ausgerollt habt und wie weich ihr die Nudeln haben wollt. Am besten einfach eine probieren.
Salbeibutter
  1. Während die Nudeln kochen, kann man super die Salbeibutter vorbereiten. Ein großes Stück Butter schmelzen, Salbeiblätter klein schneiden (1 Cent Stück groß) dazugeben, am besten die Frischen vom Markt oder aus dem Garten. Kurz ziehen lassen und mit 1 TL Zitronenöl von Zait (http://www.zait.de/) abschmecken. Das gibt der Butter einen super fruchtigen Geschmack und macht die Salbeibutter erst perfekt. (Optional kann man noch kleine Cocktailtomaten dazugeben, so wie ich es auf den Fotos getan habe.) Ich vermische die abgefischten Nudeln und die Salbeibutter am liebsten in der heißen Pfanne. Je nach Geschmack, passt grob geriebener Parmesan hervorragend dazu, genauso wie schwarzer Pfeffer.

Selbstgemachte Ravioli – Ideen für die Füllung

Es gibt unzählige Möglichkeiten, seine Ravioli zu füllen. Du findest bei mir auch ein Rezept für Ravioli mit Kürbisfüllung, das ganz hervorragend schmeckt. Zunächst möchte ich dir sagen, dass du die Nudeln natürlich auch vegan zubereiten kannst. Dazu einfach die Eier im Teig weglassen und einen reinen Hartweizenteig machen. Du kannst die Eier durch etwas mehr Wasser ersetzen, der Teig funktionier ebenso einwandfrei. Für die Füllung eignet sich ebenso Spinat und vegane Creme Fraiche, dazu passen als Würze Hefeflocken. Statt Butter kann man Alsan verwenden.

Weitere Ideen für Füllungen:

  • Rote Bete, Schafskäse und Walnüsse
  • Fleischfüllung, z.B. mit Hackfleisch, Kräutern und Frischkäse
  • getrocknete Steinpilze, angebraten mit Zwiebeln und gemischt mit Creme Fraiche
  • Pinienkerne, Grünkohl und sehr viel Knoblauch also Pestocreme zubereitet

 

Diese Zutaten nutze ich gerne zum Ravioli selber machen:

 

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