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Ihr Lieben, ich sags gleich vorweg: ich liebe Rhabarber. Von mir aus könnte das ganze Jahr über Rhabarber wachsen, so dass ich Törtchen, Kuchen, Kompott und Sirup kochen könnte. Neben der Mirabelle ist Rhabarber mein absolutes Lieblingsobst (auch wenn er eigentlich ein Gemüse ist). Ja, ja ich weiß, ich gerate richtig ins Schwärmen.
Dabei hat es gar nicht gut angefangen mit mir und dem Rhabarber. Und Schuld daran war mal wieder die Frau Mama. Die backt nämlich immer einen Rhabarberkuchen mit Baiser. Und ich hasse Rhabarberkuchen mit Baiser. Aber weil Bruderdavid den Rhabarberkuchen mit Baiser liebt, zieh ich unweigerlich den Kürzeren. Tja, das war bisher immer Pech für mich. Seit ich allerdings einen eigenen Backofen habe, gibt es Rhabarber in allen Variationen. Und ihr müsst bis zum 24. Juni unzählige Rhabarberrezepte ertragen.

Was ich tatsächlich erst heute, bei der Lektüre der neuen Deli erfahren habe, ist, dass der Rhabarber aus China kommt. In Deutschland bauen wir erst seit Mitte des 19. Jhd. Rhabarber an. In China benutzte man die Pflanze als Mittel gegen Hautgeschwüre und Darmträgheit. Weil der Erfolg so durchschlagend war, breitete sich die Pflanze bis nach Europa aus. Seinen Namen trägt der Rhabarber vom Überqueren des russischen Flusses Wolga, der früher noch Rha hieß. Man nannte die Pflanze also kurzerhand Barbar von der Rha. Ein Grund mehr Rhabarber zu lieben.

Als ich also am Samstag Rhabarber aus Deutschland auf dem Markt entdeckt habe, gabs kein Halten mehr. Für unsere erste Grillparty im Jahr 2014 gab es als kleinen Appetizer Rhabarber-Friands.

Die Idee für den Teig stammt mal wieder aus What Katie ate, meinem aktuell allerliebsten Kochbuch.

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Ihr braucht für ca. 16 Friands:

8 Eiweiße (die Eigelbe könnt ihr einfrieren)
240 g geschmolzene Butter
140 g gemahlene Mandeln
250 g Puderzucker
100 g Mehl
Ca. 300 g oder 4 Stangen Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten

Ich habe zunächst den Rhabarber fein geschält, also mit einem Messer seine dünne Haut in Streifen abgezogen und dann in ca. 5 mm große Stücke geschnitten.
Die 8 Eiweiße etwas anschlagen, aber steif schlagen ist nicht nötig. Dann das Mehl, die Mandeln, den Puderzucker und die geschmolzene Butter dazugeben und unterrühren. Ich habe das mit einem Silikonschaber gemacht. Der Teig vermischt sich sehr schnell und man sollte nicht zu lange rühren. Den Backofen auf 180 Grad stellen und Muffinförmchen mit dem Teig füllen. Er geht nicht sehr auf, ihr könnt die Förmchen also recht voll machen. Dann in jede Form einige Stücke Rhabarber drücken. Je mehr, desto besser.
Ca. 20- 25 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)